Bedrohliche Entwicklungen, wie der Klimawandel und das Artensterben, schreiten gefährlich rasch voran. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, werden ökologisches Grundwissen und ein Verständnis für natürliche Prozesse immer wichtiger. Das Interesse am Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal ist in den letzten Jahren allerdings stark gestiegen. Aufgrund der strengen Naturschutzbestimmungen auf unseren Flächen und um diese sehr sensiblen Lebensräume samt ihren seltenen Tier- und Pflanzenarten nicht zu gefährden, darf jedoch nur eine begrenzte Anzahl an geführten Exkursionen ins Gebiet stattfinden

Die Lösung dieses Zwiespalts liegt im Haus der Wildnis

Logo aus Metall in rostiger Farbe auf der Außenfassade des Haus der Wildnis.
Außenanlage © Theo Kust

Hier kommt man dem einzigartigen Urwald ganz nah, ohne dieses wertvolle Ökosystem zu belasten. Die modern und interaktiv gestaltete Ausstellung macht die komplexen Zusammenhänge in der Natur und deren Einzigartigkeit für alle zugänglich und erlebbar. 

Die Entstehung des Haus der Wildnis

© UNESCO

Das Haus der Wildnis ist ein Projekt der Gemeinschaft. 2017 wurde das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal von der UNESCO zum ersten Weltnaturerbe Österreichs erklärt. Das bedeutet, dass die Welt sich dazu verpflichtet diesen besonders schützenswerten Lebensraum den nächsten Generationen zu erhalten. Weitere Naturjuwelen mit dieser Auszeichnung sind zum Beispiel der Grand Canyon, der Yellowstone Nationalpark oder die Dolomiten.

Um dieser hohen Auszeichnung gerecht zu werden, hat sich das Land Niederösterreich 2018 entschlossen, gemeinsam mit privaten Unterstützer*innen das Weltnaturerbe-Zentrum Haus der Wildnis in Lunz am See zu errichten.

Da es sich beim Haus der Wildnis um ein Projekt im Dienste aller Menschen handelt, war auch seine Planung, Finanzierung und Errichtung als Gemeinschaftsprojekt konzipiert. Zahlreiche Privatpersonen und Firmen haben sich in den Dienst dieser Sache gestellt und dankenswerterweise wesentlich zur Planung und Errichtung beigetragen. Das Land Niederösterreich hat, im Rahmen eines gemeinsamen Projektes zur Entwicklung des länd­lichen Raumes, für die Ausstellung und Innengestaltung gesorgt.

Durch das vorbildliche Zusammenspiel aller Kräfte ist es gelungen, ein bedeutendes Naturschutzprojekt zu realisieren.

Eine Vision hat das Projekt beflügelt

Ansicht des Haus der Wildnis während des Baus von oben.
Bauarbeiten © Wildnisgebiet

Durch die Bewahrung einzigartiger, unberührter Naturräume wird es möglich sein, unseren Kindern und Enkelkindern ursprüngliche, intakte Natur erlebbar zu machen. Unsere verantwortungsvolle Aufgabe besteht darin, eine Balance zwischen dem Schutz der ungestörten Naturentwicklung und einer Öffnung als Erlebnis- und Erfahrungsraum für den Menschen zu finden.

Unser Ziel war es, eine anschauliche Erlebnis- und Erfahrungsbrücke zwischen dem Wildnisgebiet, den Besucher*innen und der Wissenschaft zu bauen. Im Haus der Wildnis vermitteln wir mit unserer modernen Ausstellung und unserem breiten Programmangebot Menschen jeden Alters verständliches Wissen über vielschichtige Naturprozesse.

Urwald in Österreich: zu sehen ist viel Totholz, Baumholzriesen.
© Wildnisgebiet/H. Glader
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